Ursachen Unfruchtbarkeit

Informationen zum Thema: Ursachen Unfruchtbarkeit und Diagnostik

Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Mann und bei Frau

Die Diagnostik bei einer vermuteten Unfruchtbarkeit sollte in jedem Fall bei einem Arzt erfolgen. Der Mann geht dazu zuerst einmal zum Urologen.

Dieser wird einen kompletten Anamnesebogen ausfüllen, um auch eventuelle Vorerkrankungen ausschließen zu können. Dazu können neben Kinderkrankheiten wie Mumps auch ein operierter Hodenhochstand oder andere Operationen und Eingriffe im Genitalbereich gehören. Nach der Befragung beginnt die Untersuchung. Mittels Tastuntersuchung wird der Stand der Hoden kontrolliert.

Wenn all dies keinen Aufschluss gibt, so geht es an die Untersuchung der Spermien. Hierzu wird eine Probe abgegeben, die im besten Fall direkt in der Praxis gewonnen wird, da sich die Qualität sonst schnell verändert und die Untersuchung nicht mehr ein gefestigtes Ergebnis liefern kann.

Bei der Untersuchung der Spermaprobe wird zunächst der Zeitraum bis zur Verflüssigung gemessen. Das heißt, dass das Ejakulat von seiner eher zähflüssigen Form in eine flüssige Form wechselt. Diese Zeit sollte zwischen 30 und 60 Minuten betragen, bei höheren Zeiten oder einer Nichtverflüssigung kann bereits hier das Problem liegen.

Das flüssige Ejakulat wird nun unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird es auf die Spermienzahl, ihr Aussehen und ihre Beweglichkeit hin beurteilt. Hierzu gibt es spezielle Bögen, die der Arzt im Anschluss mit dem Patienten bespricht. Sollte kein klarer Grund für eine mindere Spermienqualität gefunden werden, so empfiehlt sich die Überweisung an einen Endokrinologen. Dieser erstellt anhand einer Blutuntersuchung ein genaues Bild des Hormonhaushalts.

Ist dieser gestört, kann mit verschiedenen Medikamenten an einem Gleichgewicht gearbeitet werden. Erst wenn auch hier kein Grund gefunden wird, wird der Urologe eine weitere Untersuchung mit Ultraschall oder im CT anordnen, um eventuelle Engstellungen oder Fehlstellungen an den Samenleitern und Spritzkanälen abzuklären. Diese beiden Varianten sind per OP zu behandeln. Die betreffende Frau wird sich natürlich als Erstes an ihren Gynäkologen wenden. Dieser kann, mittels Zyklusmonitoring, ein genaues Bild über den regulären Zyklus der Frau gewinnen.

Hierzu wird die Frau im Abstand von mehreren Tagen mehrmals in die Praxis bestellt und mit Ultraschall die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut und die der Eibläschen kontrolliert. Sollten hier Unregelmäßigkeiten auftreten, empfiehlt sich auch für de Frau der Weg zum Endokrinologen. Auch hier wird ein Blutbild erstellt, welches Aufschluss über die Hormone und ihre Konzentration geben soll.

Bei bestimmten Unregelmäßigkeiten werden weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel ein Glukoseunverträglichkeitstest durchgeführt. Dies alles dient dazu, verschiedene Krankheiten, wie PCO, verfrühte Menopause und anderes auszuschließen. Wenn dies keinen Befund liefert, so wird der Gynäkologe weitere Untersuchungen zur Durchlässigkeit der Eileiter, Verträglichkeit der Spermien und andere Verordnen. Viele Probleme, gerade im Hormonhaushalt lassen sich mit verschiedensten Medikamenten behandeln.

Auch körperliche Störungen, die eine Schwangerschaft beeinträchtigen, können meist mittels kleinerer OPs behandelt werden. Erst wenn all dies nicht zum Erfolg führt oder keine körperlichen Probleme festgestellt werden können, sollte man über Alternativen zur natürlichen Schwangerschaft nachdenken.

Bildnachweis Anna Gutmann - Fotolia.com

Facebook FaviconGoogle FaviconTwitThis FaviconDigg Favicondel.icio.us FaviconLinkedIn Favicon