Was genau ist eine Insemination

Unter einer Insemination versteht man das Einbringen des männlichen Spermas direkt in den Genitaltrakt der Frau – und zwar nicht auf „natürlichem“ Wege, sondern mittels eines Hilfsmittels, also „künstlich“.

Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann zum Beispiel eine Kappe dazu verwenden oder aber auch Spritzen, in die das Ejakulat gegeben wird.

Im ersten Fall wird die Kappe so vor der Gebärmutter platziert, dass sie mindestens 2 Stunden an Ort und Stelle verbleibt. Erst danach kann sie von der Frau entfernt werden. Der Vorteil bei diesen Methoden liegt auf der Hand: wenn nämlich die Spermien des Mannes womöglich zu unbeweglich sind, wird ihnen auf diese Wiese der lange Weg bis  hin zur Gebärmutter abgekürzt und somit deutlich erleichtert. Sie sind vor Ort – dort, wo sie gebraucht werden - und können gleich direkt zur Eizelle vordringen.

Besonders auch bei Frauen, die an Vaginismus leiden, aber auch bei Männern, die beim Geschlechtsverkehr nicht, bei Masturbation allerdings schon zu einem Ejakulat kommen können, ist dieses Methode Erfolgs versprechend. Der große Vorteil ist, dass so eine Insemination auch ohne Probleme alleine zuhaue oder medizinisches Fachpersonal angewendet werden kann.

Falls beim Mann eine Ejakulation jedoch komplett ausbleibt, kann auch hier nachgeholfen werden mittels einer Vibrator- oder auch einer Elektrostimulation – dies allerdings ist vom Arzt durchzuführen.

Weiterhin gibt es noch eine intrauterine Insemination. Hier geht man noch etwas weiter: Die vorher speziell aufbereiteten Spermien werden direkt in die Gebärmutter eingespritzt. Allerdings werden bei dieser Methode meistens noch zusätzlich die Eierstöcke stimuliert mithilfe von Hormonen, was die Aussicht auf Erfolg steigert. Gleichfalls wird hierbei der Eisprung medikamentös ausgelöst, um eine Befruchtung zu begünstigen.
 

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