Vorgeburtliche Therapien bei Fehlbildungen

Pränatale Diagnostik – was passiert danach?

Die pränatale Diagnostik ist der erste Schritt, um Fehlbildungen zu erkennen. Die Frage, was im Fall einer positiven Diagnostik passiert, interessiert natürlich alle betroffenen Frauen. Vorgeburtliche Therapien des Fötus sind in einzelnen Fällen möglich, aber auch unmittelbar nach der Geburt können einige Krankheiten kinderärztlich oder kinderchirurgisch behandelt werden. Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Krankenhauses, wenn eine Erkrankung des Fötus im Mutterleib festgestellt wurde. In diesem Fall sollte ein Krankenhaus gewählt werden, in dem es eine Neugeborenen-Intensivstation gibt. Hier besteht die Möglichkeit, dass Fachärzte das Baby unmittelbar nach der Geburt behandeln können.

Krankheiten, die vorgeburtlich behandelt werden können.

Zu den Krankheiten, die schon vorgeburtlich behandelt werden, können gehören zum Beispiel die Blutgruppenunverträglichkeit oder der Flüssigkeitsstau in Nieren oder Gehirn. So wird die Blutgruppenunverträglichkeit mit einer Bluttransfusion über eine Punktion der Nabelschnur behandelt.

Wird ein Flüssigkeitsstau in den Nieren oder im Gehirn diagnostiziert, oder auch Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt, sind diese in besonderen perinatalen Zentren schon vor der Geburt behandelbar. Auch Herzfehler können in bestimmten Fällen vorgeburtlich therapiert werden. Wichtig dafür ist die fetale Echokardiographie, welche eine zuverlässige Diagnose angeborener Herzfehler erlaubt. Mit ihr kann festgestellt werden, ob auf nichtinvasive Weise der angeborene Herzfehler therapiert werden kann, ohne Mutter und Kind zu belasten.

Angeborene Herzfehler – häufige kongenitale Fehlbildung

Angeborene Herzfehler gehören zu den häufigsten kongenitalen Fehlbildungen. In Deutschland betrifft es ca. 800000 Kinder, die mit einer Anomalie des Herzens geboren werden. Davon benötigen etwa 90 Prozent eine Korrektur. Davon werden etwa 70 Prozent am offenen Herzen operiert. Damit die Operation ein optimales Ergebnis erzielt, ist eine frühzeitige Erkennung der Fehlbildung notwendig. Am günstigsten ist es, wenn die Anomalie bereits vorgeburtlich diagnostiziert werden kann. Dann kann man schon vor der Geburt ein Zentrum wählen, in dem Neonatologen und Kinderkardiologen eine optimale Betreuung des Babys durchführen können.
 

Facebook FaviconGoogle FaviconTwitThis FaviconDigg Favicondel.icio.us FaviconLinkedIn Favicon