Ultraschall Screenings

Änderung der Mutterschaftsrichtlinie

Eine Schwangerschaft löst nicht nur Freude auf das werdende Leben aus. Manchmal macht sie auch Angst. Immer dann, wenn eine Schwangerschaft nicht günstig verläuft, wird die Angst ein Begleiter. Das ist auch dann der Fall, wenn es einen Verdacht auf Fehlbildung des Kindes gibt. Aus diesem Grund können Schwangere in Deutschland im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung drei Ultraschalluntersuchungen beanspruchen. Diese Untersuchungen dienen der Erkennung von Fehlbildungen. Da diese aber trotzdem oft unentdeckt bleiben, sind Änderungen der Mutterschaftsrichtlinie geplant. Danach können sich Schwangere zukünftig ab der 20. Schwangerschaftswoche, einer Ultraschalluntersuchung „mit systematischer Untersuchung der fetalen Morphologie durch einen besonders qualifizierten Untersucher“ unterziehen.

Ziel des neuen Ultraschall-Screenings

Das Ziel der Änderung der Mutterschaftsrichtlinie ist die Steigerung der Erkennung von Fehlbildungen zwischen 70 und 80 Prozent. Um das zu erreichen, müssen Ärzte entsprechend der DEGUM Qualifikationsstufe II qualifiziert und entsprechende Untersuchungen in Umfang und Qualität durchführen. Aber nur wenn der Gynäkologe Auffälligkeiten entdeckt, oder besondere Risiken vorliegen, würde er eine solche spezielle Organdiagnostik, veranlassen. Wichtig ist immer die Genauigkeit des ersten Ultraschall-Screenings. Viele Fehlbildungen treten so selten auf, dass es für Ärzte mit Schwierigkeiten verbunden ist, diese zu erkennen, weil sie diese in ihrer Berufspraxis selten oder gar nicht angetroffen haben. Es ist aber ungemein wichtig, schwere Fehlbildungen durch eine frühgeburtliche Diagnose zu erkennen, um diese Kinder direkt nach der Geburt, in einer speziellen Klinik zu betreuen, oder direkt zu operieren.

Pränatale Diagnostik

Zur pränatalen Diagnostik gehören alle Untersuchungen in der Schwangerschaft, die Krankheiten und Fehlbildungen in einem frühen Stadium erkennen sollen. Über diese Untersuchungen sollten die Schwangeren ausführlich informiert und beraten werden. Besonders bei Vorliegen von Risikofaktoren, wie ein höheres Lebensalter der Frau oder eine genetische Vorbelastung, ist das Risiko für das Kind erhöht. Mit der pränatalen Diagnostik können in der Schwangerschaft bestimmte Krankheiten frühzeitig ausgeschlossen oder erkannt werden.
 

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