Katheter

Für die künstliche Befruchtung gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten. So zum Beispiel auch die Einbringung der Spermien mit Hilfe eines Katheters. Diese Variante sollte nicht in Eigenregie zu Hause durchgeführt werden. Für die Heiminsemination gibt es spezielle Inseminationsspritzen, die ein einfaches Einbringen der Spermien in die Vagina ermöglichen.

Wie funktioniert die Insemination mit einem Katheter?

Inseminations-Katheter dienen zur künstlichen Befruchtung. Für viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist dies eine Lösung doch noch eine Schwangerschaft herbeizuführen. Durch den Katheter gelangen die Spermien besonders schnell an ihr Ziel. Zudem wird ein möglicherweise ungünstiges Scheidenmilieu umgangen.

Katheter für die Insemination sind 20 cm lang und haben zwei seitliche Öffnungen, 10 mm von der abgerundeten Spitze entfernt sowie eine Markierung für die richtige intrauterine Lage. Bei der Verwendung des Katheters ist eine Dilatation des Gebärmutterhalses für gewöhnlich nicht erforderlich. Der Durchmesser, die Flexibilität und nötige Festigkeit sind perfekt aufeinander abgestimmt.

Durch den Luerkonos ist ein sicherer Halt auf jeder herkömmlichen Einmalspritze gewährleistet. Durch den flügelförmigen Ansatz ist eine optische Positionierung der beiden seitlichen Öffnung in Richtung der Eileiter möglich.

Wer führt die Katheter Insemination durch?

Die Insemination mit Hilfe eines Katheters wird von medizinischem Fachpersonal wie von Frauenärzten oder in Kinderwunschzentren durchgeführt. Grundsätzlich ist es möglich, den Katheter selbst anzuwenden. Dies sollte jedoch in Rücksprache und ausführlicher Beratung mit dem behandelnden Arzt geschehen.

Der Katheter dient zur Intrauterinen Insemination oder kurz IUI. Für diese Art der künstlichen Befruchtung wird das Ejakulat des Mannes zuvor so aufbereitet, dass nur noch die Samenfäden übrig bleiben, die in eine spezielle Lösung gegeben werden. Dadurch werden die Spermien beweglicher. Dieser Vorgang dauert ein bis zwei Stunden. Im Anschluss wird der Katheter durch den Cervix, also den Gebärmutterhals, direkt in die Gebärmutter gespritzt. Das Einführen des Katheters ist kaum zu spüren. Nachdem der Katheter entfernt wurde sollte die Frau noch ein wenig liegen bleiben und sich entspannen.

Katheter können auch zur Intratubaren Insemination (ITI) verwendet werden. Hierbei wird der Katheter unter Ultraschallkontrolle bis in den Eileiter eingeführt, was sich etwas unangenehm anfühlen kann. Danach wird der Samen in den Eileiter eingespritzt. Dies bietet den Vorteil, dass die Spermien ihren Weg noch schneller zur Eizelle finden. Diese Variante kann nur von einem Arzt durchgeführt werden.

 

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