Heiminsemination Spritze

Die Heim- oder Selbstinsemination ist eine Möglichkeit zur künstlichen Befruchtung in Eigenregie. Es kann also ohne die Hilfe eines Arztes eine Selbstbefruchtung stattfinden. Für diesen Zweck eignet sich unter anderem eine Heiminsemination Spritze. Eine Alternative dazu ist eine Inseminationskappe.

Was ist der Unterschied zu einer herkömmlichen Einwegspritze?

Anders als eine herkömmliche Einwegspritze, verfügt die Heiminsemination Spritze über keine Nadel. Stattdessen kann sie zum Beispiel mit einem Verschluss ausgestattet sein. Die Spritze dient zur Einbringung des Samens in die Vagina. Das Sperma wird aus einem sterilen Urinbecher oder aus einem Spermix-Kondom aufgezogen. Die Frau kann es sich dann im Anschluss in die Vagina einspritzen.

Einwegspritzen verfügen in der Regel nicht über eine Restentleerung. Die Heiminsemination Spritze ist eine Spezialspritze mit Restentleerung. Diese sind hervorragend geeignet für die künstliche Befruchtung, da der Samen des Mannes gänzlich verwendet wird. Bei normalen Spritzen bleibt immer etwas Sperma in der Spritze enthalten. Und genau darin könnte das Spermium enthalten sein, das letztendlich zur Schwangerschaft führt.

Tipps zur Anwendung der Heiminsemination Spritze

Frauen oder Paare, die eine Selbstinsemination planen, sollten sich nicht unter Druck setzen. Leistungsdruck schränkt die Fruchtbarkeit ein. Zuvor empfiehlt es sich also zu entspannen. Die Befruchtung lässt sich sehr gut planen. Mit Hilfe eines LH-Tests kann zunächst der Zeitpunkt des Eisprungs ermittelt werden. Ist der LH-Wert erhöht, sollte die Heiminsemination eingeleitet werden.

Der normale LH-Wert beträgt zwischen 3-15 IU/L. Um den Eisprung herum steigt dieser Wert auf bis zu 200 IU/L an. Die Beobachtung des Zyklus ist bei der künstlichen Befruchtung besonders wichtig. Schließlich können Frauen nur an 7 Tagen im Monat schwanger werden. Die Insemination sollte also an den fruchtbaren Tagen durchgeführt werden.

Am großen Tag gibt der Mann sein Ejakulat in einen sterilen Urinbecher oder in ein spezielles Spermix-Kondom. Die Spermien sind problemlos mindestens eine Stunde lang haltbar, ohne an Qualität einzubüßen. Bei frischem Samen ist es empfehlenswert etwa 10 Minuten mit dem Aufziehen in die Heiminsemination Spritze zu warten. Innerhalb dieser Zeit verflüssigt sich das Sperma und lässt sich viel leichter aufziehen. Danach spritzt sich die Frau das Ejakulat mit etwas Druck in die Vagina. Dadurch wird gewährleistet, dass die Spermien direkt zum Muttermund gelangen.

Besonders leicht gelingt die Insemination, wenn sich die Frau ein Kissen unter das Becken legt, sodass es etwas höher gelagert liegt. Nach der Befruchtung sollte sie noch etwa eine halbe Stunde mit höher gelagertem Becken liegen bleiben und sich entspannen.

 

Facebook FaviconGoogle FaviconTwitThis FaviconDigg Favicondel.icio.us FaviconLinkedIn Favicon