CLOMIFEN

Es gibt viele Gründe, warum einer Frau der Kinderwunsch verwehrt bleibt. Bei etwa 33 Prozent aller Frauen ist der Hormonhaushalt gestört, sodass es nicht zu einer Schwangerschaft kommen kann. In diesem Fall funktioniert die Eizellenreifung nur eingeschränkt. Oft bleibt der Eisprung dann aus. CLOMIFEN ist ein Medikament zur Fruchtbarkeitsbehandlung.

Wie wirkt CLOMIFEN?

Das Medikament wirkt anti-östrogen. Das klingt zunächst paradox. Schließlich sind Östrogene wichtig für die Eizellreifung. CLOMIFEN vermittelt dem Körper, es seien zu wenige Östrogene vorhanden. Darauf reagiert die Hirnanhangsdrüse mit einer vermehrten Produktion von FSH und LH, also werden vermehrt follikelstimulierende und das luteinisierende Hormon produziert, um den Mangel auszugleichen. Beide Hormone wirken sich positiv auf die Funktion der Eierstöcke aus. Das wiederum begünstigt die Reifung der Eibläschen und somit auch den Eisprung.

Bei einer ausbleibenden Schwangerschaft, trotz vieler Versuche, wird CLOMIFEN häufig eingesetzt, da es nur wenige Nebenwirkungen hat. Die Tabletten können außerdem bequem zu Hause eingenommen werden. Die Behandlung mit dem Hormon beginnt am 3. bis 5. Tag nach dem Einsetzen der Menstruation. An den fünf folgenden Tagen wird das Medikament täglich eingenommen. Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, findet der Eisprung nach etwa einer Woche statt. Wenn der Eisprung nach spätestens 20 Tagen nicht stattgefunden hat, wird die Hormonbehandlung im nächsten Zyklus wiederholt.

Die Follikelreifung wird ab dem 8. Zyklustag vom Frauenarzt per Utrallschall untersucht. In jedem Zyklus wird außerdem Blut abgenommen, um die Hormonwerte kontrollieren zu können. Die Behandlung mit CLOMIFEN klappt nicht immer sofort. Für gewöhnlich werden Frauen mit Kinderwunsch, über maximal sechs Zyklen, mit dem Medikament behandelt. Wenn innerhalb dieses Zeitraums nicht der gewünschte Erfolg eintritt, empfiehlt es sich eine andere Therapieform zu wählen.

Welche Nebenwirkungen hat CLOMIFEN?

Die Einnahme des Medikaments kann zu Beschwerden führen, die für die Wechseljahre typisch sind wie Hitzewallungen, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. In seltenen Fällen kommt es zum sogenannten Überstimulations-Syndrom. Hierbei werden in den Eierstöcken zu viele und zu große Follikel gebildet, die Zysten verursachen können. Darüber hinaus ist das Risiko für eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht.

 

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