Befruchtungsmethoden

Befruchtungsmethoden (Bechermethode / Geschlechtsverkehr / Spritzenmethode / Selbstinsemination / Spendersamen)

Es gibt viele verschiedene Befruchtungsmethoden. Die bekannteste dürfte dabei der Geschlechtsverkehr sein. Trotz häufigem Geschlechtsverkehr kann es sein, dass es nicht zu einer Schwangerschaft kommt. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht sind die Spermien in ihren Bewegungen eingeschränkt und kommen nicht rechtzeitig an ihr Ziel, also zur befruchtungsfähigen Eizelle, ehe sie versterben. Möglicherweise wurde der Geschlechtsverkehr zum falschen Zeitpunkt, außerhalb der fruchtbaren Zeit, ausgeübt. Auch ein unausgeglichener Hormonhaushalt kann schuld daran sein, dass keine Empfängnis stattfindet. Heutzutage gibt es jedoch noch andere Befruchtungsmethoden, die die Spermien schneller an ihr Ziel bringen.

Die Bechermethode mit Spritze

Diese Befruchtungsmethode ist eine Möglichkeit zur künstlichen Befruchtung. Sie wird auch als Heiminsemination bezeichnet und erlaubt es, ein Kind ohne Geschlechtsverkehr zu zeugen. Für diesen Zweck benötigt man einen Urinbecher und eine Einwegspritze. Bei der Wahl der Einwegspritze ist darauf zu achten, dass diese vollständig entleert werden kann. Die Frau sollte vor der Heiminsemination ihren LH-Wert im Urin überprüfen. Wenn dieser erhöht ist, kann der Samenspender sein Sperma im Urinbecher abgeben, damit die empfängnisbereite Frau den Samen mit Hilfe der Spritze in die Vagina einbringen kann. Das Sperma sollte mit Druck eingespritzt werden, damit es den Muttermund erreicht.

Der LH-Wert steigt etwa 24 Stunden vor dem Eisprung auf bis zu 200 IU/L an. Der Samen im Urinbecher ist für mindestens eine Stunde zu verwenden, ohne das die Spermien in ihrer Qualität beeinträchtigt werden. Bei frischem Samen sollte man etwa 10 Minuten warten, ehe das Sperma mit der Spritze aufgezogen wird. Nach 10 Minuten ist es flüssiger und lässt sich leichter aufziehen. Diese Befruchtungsmethode wird oft auch als Spritzenmethode bezeichnet.

Bechermethode mit Inseminationskappe

Eine Alternative zur Spritzenmethode ist die Bechermethode mit Inseminationskappe. Die Inseminationskappe erinnert optisch an ein Diaphragma. Der Samen wird in die Kappe gefüllt und diese dann direkt vor den Muttermund gebracht. Durch Unterdruck saugt sich die Inseminationskappe am Muttermund fest und die Spermien finden ihr Ziel schneller.

Selbstinsemination mit Spendersamen

Für die Selbstinsemination mit Hilfe der Spritzenmethode oder Bechermethode per Inseminationskappe kann auch Spendersamen verwendet werden. Der Spender liefert seinen Samen in einem dafür geeigneten Behältnis ab wie zum Beispiel in einem Urinbecher. Samenspender werden unter anderem über den Frauenarzt vermittelt oder können einfach im Internet gefunden werden. Bei der Wahl des Samenspenders sollte man besonders sorgfältig vorgehen.

Kinderlose Paare oder Frauen, die sich ein Kind wünschen, sollten vom Spender einen Gesundheitsnachweis und einen HIV-Test verlangen. Hierbei gilt es zu beachten, dass eine Infizierung mit HIV erst nach etwa 6 Monaten nachgewiesen werden kann. Kann der Spender diese Nachweise nicht zur Verfügung stellen, sollte man sich zumindest einen Blutspendeausweis zeigen lassen. Der Spendersamen kann von einem Frauenarzt auch direkt in die Gebärmutter gespritzt werden.

 

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