Anleitung Selbstinsemination

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb man eine Selbstinsemination bevorzugt. Frauen ohne Partner können sich zum Beispiel Spendersamen mit Hilfe der Selbstinsemination in die Vagina einbringen. Auch lesbische Paare verwenden diese Methode. Der Kinderwunsch kann unterfüllt bleiben, wenn die Spermien in ihrer Bewegung oder Qualität eingeschränkt sind oder der Geschlechtsverkehr nicht möglich ist. Die Selbstinsemination bringt den Samen schneller ans Ziel. Schließlich gibt es für diese Befruchtungsmethode verschiedene Möglichkeiten, die zum Erfolg führen können.

Die Spritzeninsemination

Für diese Art der Heiminsemination werden der Spendersamen und eine Inseminationsspritze benötigt. Der Spendersamen wird der empfängnisbereiten Frau in einem geeignetem Behältnis wie einem Urinbecher geliefert. Bei frischem Samen sollte man mit dem Aufziehen etwa 10 Minuten warten. Innerhalb dieser Zeit verflüssigt sich das Sperma und lässt sich somit leichter mit der Spritze aufziehen.

Bevor die Spritzeninsemination durchgeführt wird, sollten noch ein paar Vorkehrungen getroffen werden, damit die Heiminsemination erfolgreich verlaufen kann. Zunächst sollte die Frau ihren LH-Wert in ihrem Urin überprüfen. Zubehör für die künstliche Befruchtung zu Hause wie ein LH-Test ist unter anderem im Onlineshop auf www.insemination.de/onlineshop erhältlich.

Wenn der LH-Wert erhöht ist, ist ein besonders guter Zeitpunkt um schwanger zu werden. 24 Stunden vor dem Eisprung steigt der Wert auf bis zu 200 IU/L an. Nun wird der Spendersamen benötigt. Der Samen wird nun mit der Spritze aufgezogen und in die Vagina eingebracht. Dabei sollte das Sperma mit Druck eingespritzt werden, damit es möglichst bis zum Muttermund gelangt. Im Anschluss empfiehlt es sich ein Kissen unter das Becken zu legen und noch eine halbe Stunde liegen zu bleiben.

Selbstinsemination mit einer Inseminationskappe

Diese Methode der Heiminsemination überlässt praktisch nichts dem Zufall. Zuvor sollte die Frau wieder ihren LH-Wert überprüfen. Ist der Wert erhöht, wird das Sperma mit Hilfe der Inseminationskappe direkt vor den Muttermund gebracht. Die Inseminationskappe ähnelt einem Diaphragma. Der Samen wird in die Kappe gegeben. Diese saugt sich nun durch Unterdruck am Muttermund an, sodass die Spermien direkt an ihr Ziel gelangen. In den ersten zehn Minuten sollte die Frau ihr Becken höher lagern und beispielsweise auf einem Kissen liegen. Die Kappe wird für ein bis zwei Stunden getragen. Sie sitzt richtig, wenn sie nicht mehr spürbar ist. Die Kappeninsemination bietet den Vorteil, dass ein möglicherweise für den Samen ungünstiges Scheidenmillieu umgangen werden kann. Für gewöhnlich bestehen Inseminationskappen aus Silikon. Sie sind also wieder verwendbar, falls es mit der Schwangerschaft nicht geklappt haben sollte.

 

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