Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch

 

Insemination Katheter ICI ICSIIn einigen Fällen führt der Weg zum eigenen Kind über die Medizin, also mit Hilfe bei der Befruchtung. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten und damit verbunden unterschiedliche Kosten. Zum einen kann man verschiedene Arten der Befruchtung im Inland durchführen lassen. Hierbei übernimmt die Krankenkasse einen Teil der Kosten.

Allerdings ist die Kostenübernahme an einige Bedingungen geknüpft. Dazu zählen unter anderem, dass das Paar verheiratet sein muss. Auch das Alter spielt eine Rolle, die Frau darf ihr 40. der Mann sein 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die wahrscheinlich bekanntesten Befruchtungsmethoden sind die IVF, also die In-vitro-Fertilisation und die ICSI, die intrazytoplasmatische Spermieninjektion.

Unsere Hotline erreichen Sie unter der Rufnummer O7II / 7O9 36 O5 oder schauen Sie doch mal in unseren Onlineshop.

Bevor jedoch hier angelangt, gibt es noch einige In-vivo-Behandlungsmethoden, die allesamt mit einer Insemination, also dem Einbringen der Spermien in den weiblichen Genitalbereich zusammenhängen. Die erste Form der Insemination ist die Kappeninsemination. Hierbei wird das vorher gewonnene Sperma in eine Kappe gegeben, die anschließend auf den Muttermund aufgesetzt wird. Dank des erzeugten Unterdrucks haben es die Spermien so leichter, zur Eizelle zu gelangen. Ähnlich funktioniert die intrazervikale Insemination, bei der die Spermien in den Gebärmutterhals eingespritzt werden. Die intrauterine (IUI) und die intratubare Insemination (ITI) bieten eine größere Erfolgsrate, allerdings findet vorab meist eine Hormonstimulation statt. Bei der IUI wird das Sperma in die Gebärmutter eingespritzt, bei der ITI direkt in die Eileiter. Beide Behandlungsmethoden müssen von extra ausgebildeten Ärzten gemacht werden. Die Kostenübernahme für eine Insemination liegt bei 50 % aller Behandlungs- und Medikamentenkosten.

Jedoch übernimmt die Krankenkasse nur für eine bestimmte Menge an Behandlungen die Kosten, bei vorab nicht stimuliertem Zyklus, also den ersten beiden Inseminationsarten für bis zu 8 Versuche, bei stimuliertem Zyklus, also sie letzten zwei Arten bis zu 3 Behandlungsversuche. Ist die Behandlung erfolgreich, so wird bei erneutem Kinderwunsch bei Null angefangen. Nun zu den bekannteren Befruchtungsmethoden, der In-vitro-Fertilisation (IVF), bei der eine Eizelle im Reagenzglas mit dem Sperma vereinigt wird und der intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI), bei der ein Spermium direkt in die Eizelle gebracht wird. Beide Methoden werden im allgemeinen Sprachgebrauch als künstliche Befruchtung bezeichnet, dies trifft im eigentlichen Sinne jedoch nur auf die ICSI zu, bei einer IVF wird lediglich durch ein künstliches Klima etwas nachgeholfen. Für die IVF gilt: Im Vorfeld erfolgt bei der Frau eine Hormonbehandlung, die zu einer höheren Zahl an reifen Eizellen führen soll.

Hier besteht das Risiko des Überstimmulationssyndroms, jedoch kann dies durch gute Kontrolle während der Behandlung oft vermieden werden. Wenn ausreichend Eizellen gereift sind, meist nach ca. 2 Wochen Hormongabe per Spritze, werden die Eibläschen durch Gabe des Hormons hCG auf den Eisprung vorbereitet. Nun muss binnen einer Frist von weniger als 36 Stunden die Eizellenentnahme stattfinden. Mittels Ultraschalluntersuchung führt der Arzt einen Katheder zu den Eierstöcken, punktiert die Eibläschen und saugt die reifen Eizellen ab. Diese werden unter dem Mikroskop betrachtet und aus der Flüssigkeit in ein spezielles Nährmedium gegeben.

Das vorher abgegebene und aufbereitete Sperma wird nun zu den Eizellen gegeben. Etwa 18 Stunden nach der Befruchtung haben die Zellen das sogenannte Vorkernstadium erreicht. Hier kann man unter dem Mikroskop gut die Zellkerne von Spermium und Eizelle erkennen.

Zu diesem Zeitpunkt werden die besten Zellen ausgesucht. Maximal drei dürfen weiterkultiviert und später eingesetzt werden. Die anderen können, wenn vom Paar gewünscht, eingefroren werden. Nach etwa zwei Tagen nach der Punktion werden die befruchteten Eizellen zurück in die Gebärmutter der Frau gegeben. Das Ziel ist natürlich die gelungene Einnistung der Eizellen. Die ICSI verläuft ähnlich, allerdings werden die Spermien direkt in die Eizellen gespritzt, meist aufgrund von Beweglichkeitsstörungen der Spermien. Der Rest der Behandlung ist ähnlich. Der Eigenanteil an den Kosten für maximal drei Behandlungen, wobei IVF und ICSI summiert werden, liegt auch hier bei 50 %. Dies bedeutet in Zahlen zwischen 1300 und 2000€; die Behandlungskosten sind dabei pauschaliert, lediglich die Medikamente machen diese große Spanne aus. Wenn auch nach drei Versuchen keine Schwangerschaft eingetreten ist, so müsste man in Deutschland die kompletten Kosten übernehmen.

Wem dies zu teuer erscheint, der kann sich auch nach Behandlungen im Ausland erkundigen. Die Kosten können hier je nach gewähltem Land sehr unterschiedlich ausfallen, liegen aber zusammen mit den Reisekosten meist in einem ähnlichen Bereich. Eine Übernahme der Kosten durch die Kasse muss in den speziellen Fällen erfragt werden, kann aber teilweise für die ersten 3 Behandlungen genehmigt werden.

Unsere Hotline erreichen Sie unter der Rufnummer 0711 / 709 36 05 oder schauen Sie doch mal in unseren Onlineshop.

Bildnachweis alexonline - Fotolia.com

Facebook FaviconGoogle FaviconTwitThis FaviconDigg Favicondel.icio.us FaviconLinkedIn Favicon