Insemination

Viele Frauen, haben einen Kinderwunsch, der jedoch unerfüllt bleibt. Gründe dafür gibt es viele. Auch lesbischen Frauen bleibt oftmals nur eine Insemination. Diese ist besser bekannt als künstliche Befruchtung.

Wie funktioniert die Insemination?

Bei der sogenannten Insemination werden die Spermien des Mannes in den Genitaltrakt der Frau eingebracht. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu zählen die Kappeninsemination, die intrazervikale Insemination, die intratubare Insemination und die intrauterine Insemination.

Kappeninsemination

Bei dieser Behandlung werden die Spermien mit Hilfe einer Spezialkappe direkt vor den Muttermund gebracht. Dadurch werden die Spermien besser in die Gebärmutter aufgenommen. Zudem bietet diese Vorgehensweise den Vorteil, dass ein für die Spermien eventuell ungünstigstes Milieu in der Scheide umgangen werden kann. Bevor die Spermien in die Kappe gegeben werden, wird das Ejakulat für gewöhnlich verflüssigt, was jedoch nicht zwingend erforderlich ist. Die Kappe saugt sich durch Unterdruck am Gebärmutterhals fest, sodass die Spermien leicht von der Gebärmutter aufgenommen werden können. Nach etwa ein bis zwei Stunden kann die Frau, die Kappe selbstständig entfernen.

Intrazervikale Insemination

Diese Behandlung wird auch kurz als ICI bezeichnet. Hierbei werden die Spermien direkt in den Gebärmutterhals, also die Zervix, eingespritzt. Für diese Vorgehensweise wird das Ejakulat ebenfalls meist zuvor verflüssigt, was jedoch nicht zwingend notwendig ist. Aus diesem Grund können die intrazervikale- und die Kappeninsemination direkt beim Frauenarzt durchgeführt werden. Beide Verfahren empfehlen sich zum Beispiel bei Spermiendeponierungsstörungen, wenn die Frau an Vaginismus leidet oder bei Männern, die keinen Geschlechtsverkehr ausüben können, aber das Ejakulat durch Masturbation herbeiführen können.

Intrauterine Insemination

Diese Behandlungsform wird kurz als IUI bezeichnet. Hierbei werden die Spermien direkt in die Gebärmutter gespritzt. Für diesen Zweck müssen die Spermien jedoch speziell aufbereitet werden. Die beweglichen Spermien werden durch die Aufbereitung sozusagen aktiver, weil verschiedene Substanzen aus dem Ejakulat entfernt werden. Die Substanzen können zudem zu Infektionen in der Gebärmutter oder zu Krämpfen führen. Bei dieser Variante wird fast immer zusätzlich eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke durchgeführt, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen.

Intratubare Insemination

Für die als ITI bezeichnete intratubare Insemination werden aufbereitete Spermien benötigt, die direkt in den Eileiter, statt in die Gebärmutter gespritzt werden. Die Frau muss für diese Behandlung mit Hormonen vorbereitet werden. Die Spermien müssen einen noch kürzeren Weg zur Eizelle zurücklegen, sodass von einer besonders hohen Schwangerschaftsrate auszugehen ist.

 

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