ICSI

Informationen über den Ablauf einer ICSI

Die ICSI, also die intrazytoplasmatische Spermieninjektion, ist eine Form der künstlichen Befruchtung. Der Ablauf bei einer ICSI ist im Vorfeld ähnlich, wie bei einer IVF, einer in-vitro Fertilisation. Jedoch ist diese Form der Kinderwunschbehandlung die einzige, bei der der Arzt tatsächlich in die Befruchtung eingreift, da er den Samen, mit welchem die Eizelle befruchtet wird, direkt auswählt.

Zuerst einmal erfolgt jedoch eine Hormonbehandlung bei der Frau. Diese dient dazu, möglichst viele reife Eizellen innerhalb von einem Zyklus zu gewinnen. Die größte Gefahr hier ist die Überstimulation, eines der bekanntesten Risiken während der Hormonbehandlung. Wenn genügend reife und vor allem gute Eizellen herangewachsen sind, die Gebärmutterschleimhaut eine gewisse dicke erreicht hat und auch der Hormonspiegel der Frau bestimmte Werte erreicht hat, so erfolgt über eine Gabe von hCG, humanem Choriongonadotropin, die Auslösung des Eisprungs.

Damit die Eizellen nicht wirklich von allein den Weg Richtung Gebärmutter nehmen, wird innerhalb eines Zeitfensters von 18 bis 36 Stunden die Eizellentnahme geplant. Hierbei werden mittels eines kleinen Katheders, der über den Genitaltrakt eingeführt wird, unter Ultraschallkontrolle, die Eileiter punktiert und die reifen Eizellen entnommen. Die Zahl der entnommenen Eizellen sagt zwar nichts über den Erfolg der Therapie aus, aber es kann gesagt werden, dass mit einer hohen Zahl an Eizellen die Wahrscheinlichkeit steigt, da so auch mehr Embryonen erzeugt werden können.

Im Labor wird nun eine Eizelle unter dem Mikroskop mittels eines kleinen Glasröhrchens fixiert. Dann nimmt der Arzt mit einer Pipette einen Samenfaden auf und gibt ihn direkt in die Eizelle. Kritisiert wird gerade hier, dass so auch Samen zur Befruchtung kommen, die es im Normalfall wohl nie geschafft hätten und man die Spätfolgen noch nicht absehen kann. Im Anschluss an die Befruchtung werden die Eizellen im Labor bebrütet, damit sie sich in Ruhe teilen können.

Nach ca. 4 Tagen erfolgt der Embryonentransfer in die Gebärmutter, wobei maximal 3 Embryonen eingesetzt werden. Das Ziel ist eine erfolgreiche Schwangerschaft.
 


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